Stadtteilwettbewerb

Im Rahmen des Modellprojektes "Familienstadt mit Zukunft" wurden alle Stadtteile aufgefordert sich an einem Stadtteilwettbewerb zu beteiligen. Sie sollten kreative und überzeugende Ideen konzipieren und für die Realisierung der besten Ideen stehen Preisgelder zur Verfügung. Die Resonanz war sehr unterschiedlich und vier Projekte sind es wert, der Öffentlichkeit vorgestellt zu werden.

In Michelau dem kleinsten Ortsteil mit seinen 365 Einwohnern haben sich Frauen zu einem Frühstück getroffen und Überlegungen angestellt, wie sie die Lebensqualität der Familien verbessern können. Ihr Projekt sollte sowohl Eltern, Kinder, Jugendliche und Senioren ansprechen. In liebevoller Zeichnung haben sie einen Abenteuerspielplatz besonderer Art dargestellt. Hier soll man in Zukunft klettern, schaukeln, toben, balancieren, aber auch barfuss über eine Fläche mit unterschiedlichen Materialien schreiten. Ein angegliederter Kräuter­garten lädt ein zum Riechen, Schmecken und Fühlen. Bänke zum Verweilen runden die ganze Sache ab. Mit viel Kreativität haben die 2 Aktionsmamas von Michelau ihren Plan erstellt. Aber das ist bei weitem noch nicht alles. Sie haben einen Jahresplan mit Angeboten rund um die Familie erstellt, von Gesprächskreisen bis zu Aktionen für Kinder aller Altersstufen. Es wird spannend werden, was in den nächsten Jahren in die Tat umgesetzt wird.

Auch in Rohrbach mit seinen 889 Einwohnern hat sich eine Elterninitiative gegründet um einen „Kommunikativen Treffpunkt“ zu realisieren. Den Eltern fehlt ein zentraler, einladender Ort, wo sich Jung und Alt treffen können. Hier bietet sich der verwaiste Spielplatz mit seiner 600 qm großen, eingezäunten Fläche an. In Eigeninitiative haben die Eltern angefangen diesen Platz neu zu gestalten. Aber ihre Wünsche nach einem Fühlpfad, Kletter­pyramide, Balanciermöglichkeiten, einer Mattenschaukel, einem großen Sandkasten und einer schönen Sitzgelegenheit können sie nur mit finanzieller Unterstützung realisieren. Der Platz soll genutzt werden um Kindergeburtstage, Familienfeste zu feiern, aber auch die in Eigenregie veranstaltete Ferienbetreuung könnte hier ihren Platz finden. Die Elterngruppe ist voller Tatendrang und steht in den Startlöchern und mit der finanziellen Unterstützung durch das Projekt Familienstadt mit Zukunft könnte einiges realisiert werden.

In Wolferborn mit seinen 1034 Einwohnern hat sich der Ortsbeirat Gedanken gemacht, was für ihren Ortsteil wünschenswert ist, um familienfreundlicher zu werden. Sie haben ein Bündel aus Ideen geschnürt: von subventionierten Busfahrten für Schüler nach Büdingen, damit diese die Stadtbücherei und das Schwimmbad nutzen können bis zum Familienticket. Für die Kinder wünschen sie sich ein Spielpool, um Aktivitäten anbieten zu können, sowie einen Bolzplatz für Jugendliche, sowie einen attraktiven Spielplatz für Kinder. Die Krabbelgruppe vor Ort soll eine finanzielle Unterstützung erhalten. Es wäre schön, wenn in Wolferborn auch noch eine Eigeninitiative bilden würde, um die guten Gedanken auszubauen und voranzutreiben.

Rinderbügen mit seinen 1131 Einwohnern ist der größte Ort, der sich am Wettbewerb beteiligt hat. Hier ging der Impuls auch von einer Elterninitiative aus. Gemeinsam mit Ihren Kindern haben sie eine intensive Dorfbegehung veranstaltet und alle Plätze, die nach Veränderung riefen, in ihrem Konzept berücksichtigt. Sie wollen, dass sich ihr Dorf in den nächsten Jahren zu einem kinder- und familien­freundlichen, sowie verkehrsicheren Dorf entwickelt. Alle sollen von dieser Entwicklung profitieren.

Die ausgewerteten Ergebnisse von der Ortsbegehung sind: die Umgestaltung des verödeten Spielplatzes zu einer Natur- und Erlebnisfläche, Einrichtung eines Jugendtreffs (Bauwagen, wo die Jugendlichen selbst organisiert mit Unterstützung schalten und walten können, Veranstaltungen für Jugendliche mit Jugendliche, Entwicklung eines Mehrgenerationenplatz am Rande der Natur- und Erlebnisfäche. Sie wollen das Alles realisieren unter dem Motto: „Gemeinsam planen, bauen und pflegen unter Einbeziehung der Dorfgemeinschaft.“ Sie haben sich viel vorgenommen, aber haben auch viele hilfreiche Hände und auch sie verdienen eine finanzielle Anerkennung ihrer Arbeit.

Zu den Rahmenbedingungen für die Teilnahme